Artikel

(Ausgabe Nr. 238; März/April 2019: Schwerpunkt Global Health)

 

Ausgabe Nr. 3/2018 mit mehreren Beiträgen der AG Gesundes Klima:

Stephanie Sebastiampillai nähert sich der Frage von Umwelt und Gesundheit aus einer ganz anderen Richtung: Wie viel trägt eigentlich das Gesundheitswesen selbst zur Umweltverschmutzung bei? Und was könnte dagegen getan werden?

Während in der Tagespolitik und medialen Landschaft die Asylpolitik momentan eine Vorherrschaft innehält, setzt der aktuelle ARD-Deutschlandtrend der Tagesschau vom 2. August 2018 ein klares Zeichen: Die Befragten sehen die Pflege und Gesundheitspolitik als wichtigstes Polit-Thema an.1 Ein ständiger Ökonomisierungsdruck auf der einen Seite und eine profitorientierte Überversorgung auf der anderen beeinflussen den Klinikalltag so stark, dass die breite Öffentlichkeit diese Missstände längst erkannt hat. Sowohl dieses Thema als auch die Klimapolitik stehen laut der Befragung deutlich vor der asylpolitischen Frage.

Diesen Sommer haben wir wieder die Folgen des Klimawandels durch Extremwetterereignisse spüren können. Sie bringen in Form von Hitzewellen, Dürren, Fluten und Stürmen gravierende Gesundheitsschäden mit sich. Bevor wir aber mit dem Finger auf die Politik und die Lobby der fossilen Energieträger, Agrarwirtschaft und Automobilindustrie zeigen, gilt es, auch den eigenen Sektor zu betrachten. Denn die Emissionen, die den Klimawandel immer weiter befeuern, werden zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil vom Gesundheitssystem selbst verursacht: Internationale Studien aus Industrieländern zeigen, dass 4-8% der nationalen Emissionen durch die gesundheitliche Versorgung zu verantworten sind2, die Ergebnisse sind mit Deutschland vergleichbar. Zum Vergleich: Es handelt sich beim Gesundheitswesen um den gleichen Anteil an Emissionen, den der Tourismus zum globalen Fußabdruck beiträgt. Somit trägt der Sektor, dessen Aufgabe es ist, die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten, maßgeblich zur Verursachung von Krankheiten bei.

Die allseits bekannten, Treibhausgase-einsparenden Methoden sind natürlich auch im Gesundheitssektor anwendbar: von der Nutzung von LED-Glühbirnen, dem Beziehen von »grünem Strom« bis zum nachhaltigen Bauen und Heizen. Diese stellen individuelle- bzw. unternehmenszentrierte Maßnahmen dar, die auf freiwilliger Basis eingeleitet werden können. Wenn man sich jedoch die Emissionsraten der einzelnen Gebiete der gesundheitlichen Versorgung vor Augen führt, stehen zwei Bereiche besonders im Fokus, die von dieser Initiative nicht beachtet werden: Die Pharmazeutika und die klinische Versorgung per se (s. Grafik: Pharmaceuticals, Medical instruments/equipment und Business services).

Um feststellen zu können, wo in diesen Kernfeldern des Gesundheitssystems Emissionen eingespart werden können, stellt sich zunächst die Frage nach emissionsarmen Alternativen für bestehende Prozeduren. Narkosegase stellen z.B. bis zu 5% des ökologischen Fußabdrucks von Akut-Versorgungszentren dar. Die Nutzung von Sevofluran statt Desfluran spart 95% der Emissionen, die sonst bei einer inhalativen Anästhesie frei werden. Ein anderes Beispiel sind Dosieraerosole: Sie enthalten Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), die bei der Anwendung frei werden und deren Treibhauspotential 100 bis 23.000 mal höher ist als das von CO2. Die Umstellung auf Pulver-Inhalatoren würde den ökologischen Fußabdruck von der Herstellung und Nutzung des therapeutischen Mittels auf ein Achtzehntel reduzieren.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Emissionsverminderung ist, überflüssige Behandlungen zu vermeiden und die Prävention zu stärken.3 Schätzungen zufolge stellen bis zu 20% der klinischen Praktiken, die aufgrund der verbreiteten Überversorgung mit klinischen Tests und Interventionen ausgeführt werden, keinerlei Nutzen für die Patient*innen dar.4 Ursache dieser vermehrten klinischen Eingriffe ist die ökonomische Logik, die die Über­pro­duktion von Pharmazeutika, Diagnostik- und Kontrolluntersuchungen und Krankenhauseinweisungen für einige Unternehmen profitabel macht. Diese hinterlassen nicht nur enorme Kosten für die Umwelt in Form von vermehrtem Abfall und Verschmutzung: Jede dieser Maßnahmen bedeutet finanzielle Kosten, soziale »Kosten« durch die Inanspruchnahme medizinischen Personals, das an anderer Stelle fehlt, und letztendlich eine zusätzliche, unnötige Belastung für die Patient*innen. All diese Faktoren führen zu einem Verlust der Versorgungsqualität. Um eine hochwertige, bedarfsorientierte und ökologisch nachhaltige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, ist das medizinische Personal aufgefordert, diese Ressourcen-verschwendenden Verfahren zu erkennen und zu minimieren, ohne dabei die Gesundheit der Patient*innen zu gefährden.

Dies beginnt schon in der Forschung: Obwohl für die biomedizinische Forschung ein gewisser Anteil an Ressourcenverbrauch unabdingbar ist und vertretbar bleibt, führen vermeidbare Fehler in Bedarfserforschung von Studien, Studiendesign und ihre Veröffentlichung jährlich zu Verlusten von Forschungsgeldern von bis zu 85%. Im Jahr 2010 entsprach dies einem Betrag von rund 200 Billionen US-Dollar weltweit.5

Eine ressourcenschonende klinische Praxis kann vielfache Vorteile erzielen; sie kann Emissionen verringern, dabei Kosten einsparen und die Qualität der Patient*innenversorgung verbessern. Ein Beispiel aus Großbritannien zeigt, dass die Implementierung eines präventiven geriatrischen Dienstes in Pflege- und Altersheimen, der invasive Maßnahmen wie Antibiotikagabe und eine stärkere Zusammenarbeit des Pflege- und Gesundheitssektors ermöglichte, zu einer Reduktion von Krankenhauseinweisungen bis zu 35% vonseiten der Heime führte. Während die Patient*innen die fachärztliche Behandlung in ihrem gewohnten Umfeld erhielten, sparte die Maßnahme 23 Tonnen CO2 und £ 65.000 in einem Jahr.6

Transformatorisches Umdenken notwendig

Für dieses Vorhaben ist ein transformatorisches Umdenken notwendig: Statt sich die Frage zu stellen, welche medizinisch-technischen Prozeduren möglich sind und vergütet werden, gilt es, eine Therapie mit dem meisten Nutzen für die Patient*innen zu gewährleisten. Für die Abwägung von der Qualität der Versorgung gegen den Ressourcenverbrauch und die möglichen Nachteile für die Patient*innen sind viel Erfahrung des Personals und zeitliche Kapazitäten vonnöten. Evidenzbasierte Initiativen wie »Choosing wisely – Klug entscheiden«7 und die NICE-»do not do«-Liste8 stellen Ärz­t*in­nen ressourcenschonende und patientenorientierte Maßnahmen vor. Es erfordert außerdem eine konstante Bereitschaft und Engagement, übliche Versorgungspraktiken zu hinterfragen und sich für Veränderungen einzusetzen – im Klinikalltag, sowie beim Krankenhausmanagement, bei Ärztekammern und Kostenträgern. Das medizinische Personal ist somit besonders befähigt9 aber auch besonders verantwortlich, diese Veränderungen zu initiieren und eine grundsätzliche Transformation des Gesundheitssystems einzufordern. Das »Green Hospitals«-Netzwerk der »Healthcare without harm«-Organisation, das sich für Umweltschutz in Krankenhäusern in schon über 54 Ländern einsetzt schreibt in seiner Agenda:

»Die Zwillingskrisen des Gesundheitswesens und des Umweltschutzes vergrößern gegenseitig ihre tödliche Kraft… jedoch gibt es auch eine immer größer werdende Konvergenz von Lösungen.«10

 

Stephanie Sebastiampillai studiert Medizin und ist Mitglied der AG Klimawandel und Gesundheit – Kritische Mediziner*innen Deutschland

Referenzen
  1. https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/index.html (Stand: 02.08.2018)
  2. https://science.orf.at/stories/2909124/ (Stand: 02.08.2018); Jeanette W., Chung, David O. Meltzer: “Estimate of the Carbon Footprint of the US Health Care Sector”, JAMA 11/2009, https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/184856 (Stand: 27.08.2018)
  3. Mortimer-F.: “The Sustainable Physician”, Clinical Medicine 2010, Vol 10, No 2: 110–11
  4. Berwick DM, Hackbarth AD: “Eliminating waste in US health care”, JAMA. 2012 Apr 11; 307 (14): 1513–6
  5. Chalmers I, Glasziou P.: “Avoidable waste in the production and reporting of research Evidence”, Lancet, 2009 Jul 4; 374 (9683): 86–9;  vgl. Chalmers I, Bracken MB, Djulbegovic B, Garattini S, Grant J, Gülmezoglu AM, et al.: “How to increase value and reduce waste when research priorities are set”, Lancet, 2014 Jan 11; 383 (9912): 156–65; Macleod MR, Michie S, Roberts I, Dirnagl U, Chalmers I, Ioannidis JPA, et al.: “Biomedical research: increasing value, reducing waste”, Lancet, 2014 Jan 11; 383 (9912): 101–4
  6. Rose R.: “Partnership between geriatricians, GPs and care homes reduces emergency hospital admissions”, Foundation Trust Network, 2013 Jul 4:1–3
  7. https://www.klug-entscheiden.com/home/ (Stand 19.08.2018)
  8. https://www.nice.org.uk/media/default/sharedlearning/716_716donotdobookletfinal.pdf (Stand 19.08.2018)
    Academy of Medical Royal Colleges: “Protecting resources, promoting value: a doctor’s guide to cutting waste in clinical care”, Nov 2014
  9. “Health Care Without Harm. A Comprehensive Environmental Health Agenda for Hospitals and Health Systems Around the World”, 2016;
  10. https://www.hospitalesporlasaludambiental.net/wp-content/uploads/2016/07/Global-Green-and-Healthy-Hospitals-Agenda.pdf

(aus: Gesundheit braucht Politik. Zeitschrift für eine soziale Medizin, Schwerpunkt: Umwelt und Gesundheit, 3/2018)

Die Braunkohleabbau in Deutschland ist derzeit hoch umstritten. In den Revieren im Rheinland, der Lausitz und dem Leipziger Land wird in offenen Tagebauen die klimaschädliche Kohle gefördert und verstromt. Damit gehen gravierende Folgen einher. Die Zerstörung ganzer Ortschaften mitsamt Schulen, Kirchen, Friedhöfen und Wohnhäusern führte seit 1945 zur Zwangsumsiedlung von über 110.000 Menschen. Auch Ökosysteme wie der Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen müssen komplett zerstört werden, um den Baggern der Energiekonzerne Platz zu machen. Anwohner*innen und Mediziner*innen beklagen darüber hinaus die in der öffentlichen Debatte oft vernachlässigten gesundheitlichen Folgen.

Der Ausstoß von Fein- und Grobstäuben, Radioaktivität und Schwermetallen verursacht oder verstärkt das Risiko von Herz- und Lungenkrankheiten, Karzinomen und Schlaganfällen. Darüber hinaus bedingen die Belastungen der Umsiedlungen und der Wegfall der Gemeinschaftsstrukturen psycho-soziale Gesundheitsfolgen wie gesteigerte Stresslevel, Depressionen und erhöhte Suizidraten bei Bewohner*innen der Reviere. Wie auch bei anderen krankmachenden Industrien gelangen die genannten Schadstoffe nicht nur durch die Luft, sondern auch über Böden, Flüsse und Meere in den menschlichen Körper, wo sie chronische Vergiftungen und Erkrankungen auslösen können. In der Debatte um Krankheits- und Todesfälle durch Luftverschmutzung dürfen wir nicht vergessen, dass nicht nur die betrügerische Automobilindustrie, sondern insbesondere auch Kohletagebaue und -Kraftwerke eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit darstellen (zu gesundheitlichen Folgen der Kohlekraft siehe den Artikel der AG Klimawandel)

Das Rheinische Braunkohlerevier ist die größte CO2-Quelle Europas und beeinträchtigt die Gesundheit des Planeten Erde1 damit massiv. Der Klimawandel und das Übertreten weiterer planetarer Grenzen2 wie das Artensterben tragen neben gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen die Dimension tiefer Ungerechtigkeiten mit sich. Diejenigen, die historisch am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, sind heute als Erste und am stärksten davon betroffen. Dies wurde insbesondere bei der Klimakonferenz COP23, die im November 2017 in Bonn – nur 50 km vom Rheinischen Revier entfernt – stattfand, deutlich. Unter der Schirmherrschaft der vom ansteigenden Meeresspiegel bedrohten Inselgruppe Fidschi wurden Klimaschutzversprechen abgegeben, die die Industrienationen des Globalen Nordens – auch Deutschland – sobald wie möglich über Bord warfen.

Der Klimawandel passiert nicht zufällig. Er ist Resultat einer historisch spezifischen Wirtschaftsweise, die für das Ziel immer weiteren Profits fossile Brennstoffe verfeuert und sich in immer weitere Bereiche des Planeten und des menschlichen Lebens ausweitet. Diejenigen, die von diesem Wirtschaftssystem profitieren, sind auch diejenigen, die vom Klimawandel profitieren werden: neoliberale Politiken wie der CO2-Zertifikatehandel belohnen Großkonzerne auch noch dafür, dass sie den Klimawandel befeuern3.

Reiner Klimaschutz ist keine adäquate Antwort

Reiner Klimaschutz ist daher keine adäquate Antwort auf die Klimakrise. Durch eine technische Fokussierung auf die Zusammensetzung der Erdatmosphäre geraten gesellschaftliche und wirtschaftliche Ursachen und Folgen aus dem Blick. Das Konzept der Klimagerechtigkeit geht weiter und will systemische Ungleichheiten überwinden, resiliente und gesunde Gemeinschaften aufbauen und ein gutes Leben für die Vielen – nicht die Wenigen – erkämpfen4. Diese gesellschaftsverändernde Perspektive treibt die Bewegung gegen Kohle in Deutschland an.

In den letzten Jahren ist die Klimagerechtigkeitsbewegung in Deutschland rasant gewachsen: Mit Waldbesetzungen und Klimacamps, Fahrraddemos und Sommerschulen, Großdemonstrationen und Massenaktionen zivilen Ungehorsams ist das Protestspektrum vielfältig, breit aufgestellt und handlungsfähig. Dieses Jahr liegen die Schwerpunkte der Bewegungsarbeit auf dem sächsischen Dorf Pödelwitz, das einem Tagebau weichen soll, und auf dem rheinischen Hambacher Forst. Letzterer ist seit über sechs Jahren besetzt; Aktivist*innen befinden sich dauerhaft in über 40 Baumhäusern, zahlreichen Bodenstrukturen und selbstgebauten Häusern auf einer Wiese am Waldrand. In Verbindung mit dem jahrzehntelangen Widerstand der lokalen Bevölkerung und juristischen Initiativen großer Umweltverbände wurde der Hambacher Forst zum wichtigsten Symbol der Anti-Kohle-Bewegung. Diesen Winter droht die vollständige Abholzung des Waldes, weswegen ein breites Protestspektrum, inklusive massenhafter Infrastrukturblockaden durch das Aktionsbündnis Ende Gelände, hier die Entscheidung in der Kohlefrage suchen wird. Trotz unterschiedlicher Protestformen und Organisationsstrukturen sind sich alle Akteur*innen einig: Der Erhalt des Hambacher Forstes ist aktuell die wirksamste Sofortmaßnahme für mehr Klimagerechtigkeit.

Die wachsende Anti-Kohle-Bewegung führte schon zu ersten realpolitischen Konsequenzen. Diese sind dabei eher als Anpassungen an die neue politische Großwetterlage, denn als freiwilliges Aufgeben von Profitmöglichkeiten zu verstehen. Über 70% der Bevölkerung befürworten inzwischen einen raschen Kohleausstieg. Die Bundesregierung setzte zur Entschärfung des Konflikts eine Kommission mit dem sperrigen Titel »Wachstum, Beschäftigung und Strukturwandel« – umgangssprachlich auch Kohlekommission genannt – ein. Der Titel der Kommission zeigt schon, dass – selbst wenn hier ein Ausstiegsdatum für die Kohle entschieden würde – die Perspektive der Regierung der der Klimagerechtigkeitsbewegung entgegensteht.

Denn die Frage nach dem Kohleausstieg ist keine technische, sondern eine ums Ganze. Da die Kohleindustrie nur eine Stütze einer ungerechten Gesellschaft ist, ist ihre Abschaltung nur ein Schritt auf dem Weg einer grundlegenden Transformation der Gesellschaft. Wer Klimagerechtigkeit will, muss den Kapitalismus überwinden. In dieser Frage nach der demokratischen Verfasstheit der Gesellschaft und ihrer Ökonomie, dem Zugang zu Ressourcen und dem gerechten Ausgleich bereits entstandener Schäden können sich verschiedene soziale Bewegungen verbinden.

Dem Gesundheitswesen wird hier mittelfristig eine Schlüsselrolle zukommen. Die auf dem Weg zu einer klimagerechten Gesellschaft notwendigen Veränderungen betreffen die gesamte Gesellschaft und müssen aus ihr heraus entstehen und von ihr getragen werden. Dafür ist es unabdingbar, dass das Begehren nach einem gerechten, einem gesunden Klima sprechfähig wird und große Teile der Gesellschaft dem Kohlesystem ihre Zustimmung entziehen. Neue Bündnisse, neue Allianzen und neue Verknüpfungen sind ein Schlüssel zum Erfolg sozialer Bewegungen. Eine Bewegung für Gesundheitsgerechtigkeit, die die strukturellen Diskriminierungen und Zugangsbeschränkungen im und durch das Gesundheitssystem sowie krankmachende gesellschaftliche Bedingungen überwinden will, hätte enormes transformatives Potential. Zahlreiche wechselseitige Verbindungen zur Kohle- und Klimafragen sind denkbar. Würden Gesund­heits­ar­bei­ter*innen wie Pfleger*innen, Ärzt*innen und weitere, sowie Patient*innen und ihre Organisationen die zahlreichen gesundheitsschädlichen Effekte der Kohleverbrennung als solche benennen und aus genau dieser direkt betroffenen Perspektive den sofortigen Kohleausstieg fordern, käme das einem politischen Erdbeben gleich. Durch das hohe Ansehen der medizinischen Berufe fänden diese Worte großes Gehör, außerdem kann über die verschiedenen Ebenen des Gesundheitswesens mit weiten Teilen der Gesellschaft kommuniziert werden. Und nicht zuletzt könnten dadurch tatsächlich zahlreiche Krankheits- und Todesfälle verhindert werden. Die Bewegung für Klimagerechtigkeit muss ihren Blick auf gesundheitliche und körperliche Aspekte der Klimakrise erweitern und ihre Konzepte von Resilienz und Utopie hieran anpassen.

Weltweit gibt es solche Bündnisse5 und erste Allianzen bilden sich bereits auch in Deutschland. Kritische Medi­zi­ner*innen arbeiten in Workshops, Pressemitteilungen und Aktionen zu diesem Thema, Betroffene in den Revieren weisen auf die Folgen der Drecksschleudern hin. Diese Arbeit gilt es zu intensivieren, und klarzumachen: Nur ein gesundes Klima kann ein Klima der Gerechtigkeit sein!

Daniel Hofinger ist aktiv in der Gruppe ausgeCO2hlt. Rosa Emrich ist Teil der AG Klimawandel und Gesundheit der Kritischen Me­di­zi­ne­r*in­nen sowie weiterer medizinpolitischer Gruppen.

Verweise

  1. Zum Konzept der »Planetary Health« siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Planetary_health
  2. https://www.duh.de/themen/natur/planetare-grenzen/
  3. Siehe: https://www.fdcl.org/publication/2015-12-22-geld-waechst-nicht-auf-baeumen-oder-doch/
  4. Ausführlichere Definitionen des Konzepts liefert die Broschüre »Wurzeln im Treibsand« von »ausgeCO2hlt«. Online unter: http://www.wurzelnimtreibsand.de/kapitel-2/perspektiven-auf-klimagerechtigkeit/
  5. Für die USA siehe bspw.: https://medsocietiesforclimatehealth.org/about/

(aus: Gesundheit braucht Politik. Zeitschrift für eine soziale Medizin, Schwerpunkt: Umwelt und Gesundheit, 3/2018)

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Die gesellschaftlichen Verhältnisse1, wie z.B. sozioökonomische Ungleichheiten, haben Ungerechtigkeiten auf Seiten von Gesundheit (sowohl in Prävalenz von bestimmten Krankheiten, als auch der Versorgung) zur Folge.2 National lassen sich die Ursachen hierfür im Kapitalismus, verschärft im neoliberalen Kapitalismus, mehr als nur vermuten. Als Gesellschaften des »Nordens« diese Zusammenhänge mit einer kritischen Perspektive auch global zu erkennen, braucht schon ein Stück weit »Mut« und Verantwortungsbewusstsein.

Unsere imperiale Lebensweise ist Grundbaustein eines global entfesselten Kapitalismus.

Wir blicken hier auf mehrere Generationen von kolonialer und neokolonialer Ausbeutung zurück. Diese müssen als Grundlage der globalen Ungleichheiten, sowie des Ausbaus und Erhalts von Machtverhältnissen und damit dem gnadenlos fortgeführten kapitalistischen Projekt – die Bereicherung Weniger auf Kosten Vieler – verstanden werden. Und wenn noch immer fast einem Drittel der Weltbevölkerung der Zugang zu essentiellen Arzneimitteln fehlt3, ist es nicht verwunderlich, wenn die WHO schreibt: »Soziale Ungleichheit tötet im großen Maßstab«.4

Wenn nun also ähnliche gesellschaftliche Zusammenhänge, wie sie sich innerhalb eines Staates finden lassen, auch in einer globalisierten Welt zu beobachten sind, zeigt das: Die Idee eines stetigen und unendlichen Wachstums (auf der einen Seite) muss – in einem in sich geschlossenen System endlicher Ressourcen – Ausbeutung (von Arbeitskraft, Bodenschätzen, »Kultur«, Lebensqualität, etc. auf der anderen Seite) nach sich ziehen.

Im Kontext von Klimawandel sprechen wir hier nicht nur über Folgen in den arm gehaltenen Gesellschaften der Welt. Auch innerhalb der Gesellschaften des globalen Nordens geht die Schere zwischen arm und reich immer weiter auf5. Dies lässt sich zunehmend in Bezug auf Klimawandel und Gesundheit u.a. im ungleichen Anstieg der Prävalenz von Atemwegserkrankungen6, kardiovaskulären Schäden und mentalen Belastungen7 erkennen.

Wir, die Privilegierten des globalen Nordens, sollten uns endlich eingestehen, dass all diese sozialen, ökonomischen, politischen, ökologischen und eben auch gesundheitlichen Verwerfungen Folgen einer imperialen Lebensweise sind und müssen anfangen, entsprechend einer humanitären Vernunft innerhalb der Weltgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.8

Globale Ungerechtigkeiten haben System und fordern Menschenleben

Der von schwarzen Feminist*innen entwickelte Begriff der Intersektionalität beschreibt sehr gut die vielseitigen Verstrickungen von Lebensumständen, Marginalisierung und die jeweils daraus resultierenden Positionen innerhalb der existierenden Machtstrukturen9: So müssen wir die Klimakrise auch als Ausläufer diverser »Ismen«, wie Kolonialismus, Rassismus10, Heterosexismus und Klassenverhältnisse verstehen. Klarer wird dies bei der Betrachtung unterschiedlicher Anpassungsmöglichkeiten privilegierter im Vergleich zu marginalisierten Individuen oder unterprivilegierter Regionen und Länder.

Am Vergleich der Niederlande mit Bangladesch soll dies beispielhaft verdeutlicht werden: Während erstere einem steigenden Meeresspiegel deutlich stärker ausgeliefert wären (große Teile der Niederlande liegen unterhalb des Meeresspiegels), besitzen sie gleichzeitig bestens ausgebaute Deich- und Hochwasserschutzsysteme, um die drohende Gefahr effektiv abzuwehren. Bangladesch dagegen (ein Großteil liegt hier knapp über dem Meeresspiegel in einem Flussdelta) ist schon heute mit ins Landesinnere eindringenden Meerwassermassen konfrontiert. Diese versalzen fruchtbaren Ackerboden, zerstören Nahrungsgrundlagen durch sinkende Ernteerträge und die für Wohnraum dringend benötigten Küstenre­gionen durch Erosion. So kommt es in einem der bevölkerungsreichsten Länder zu massiver Migration in die Städte im Landesinneren. In der mittlerweile 15-Millionen-Stadt Dhaka muss ein Großteil der Bevölkerung in Slums leben. Und all das, obwohl das Land gerade einmal für 0,3% des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich ist.11

Im übertragenen Sinne folgt, dass benachteiligte Bevölkerungsteile, die in einem historisch (und auch aktuell) ausgebeuteten Land die Mehrheit darstellen, zusätzlich unter den Folgen des menschengemachten Klimawandels leiden, an den gerade sie sich nicht anpassen können.12

Würden wir Weltkarten zur Darstellung des »global burden of disease« und der »climate vulnerability«13, der Unterernährung14, sowie der Todesfälle durch Klimawandel15 übereinander legen, so werden die Überlappungen gerade für Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Süd-Ost-Asien sehr deutlich.

Wenn wir heute von Klimakolonialismus sprechen, so sprechen wir also auch von Gesundheitskolonialismus. Der globale Norden scheint hier bisher reichlich unbeeindruckt von den Folgen des Klimawandels. In Kombination mit Karten, die den CO2-Ausstoß z.B. der letzten 50 Jahre darstellen jedoch, tappen wir leicht in die Falle zu glauben, Länder wie China seien an allem schuld.16 Was Grafiken wie diese nicht in der Lage sind darzustellen, ist die Geschichte der Industrialisierung des »Nordens« und der Kolonialisierung des »Südens«.

Die Antworten der nördlichen Welt hierauf sind verschieden und gleichsam perfide. Während Energiekonzerne jährlich 450 Milliarden Euro auf der Suche nach weiteren fossilen Reserven investieren, ist klar, dass diese nicht verstromt werden dürften, wenn wir eine weitere Erderwärmung bremsen wollen.17 Bei dem Blick auf die staatlichen Subventionen fossiler Energien, die mit wiederum über fünf Billionen Euro (fast 450 Mrd. direkter Subven­tio­nen) ziemlich genau den weltweiten Gesundheitsausgaben entsprechen, wird klar: Bei Klimagerechtigkeit geht es auch um Gesundheitsgerechtigkeit.18

Gerechtfertigt wird die Weiterführung fossiler Ausbeutung, Subvention etc. häufig mit dem »Mythos Arbeitsplätze«. Richtig ist, dass Arbeitsplätze im Bereich Gewinnung und Verwertung fossiler Energieträger existieren und Ideen sowie Reaktionen auf deren »Verlust« notwendig sind – hier sehe ich vor allem Regierungen und Energiekonzerne in der Verantwortung. Als Argument gegen einen sofortigen Ausstieg aus »fossiler Energie« darf dies nicht akzeptiert werden. Denn wenn die Werte von Menschenwürde (wie sie hoffentlich die meisten Menschen teilen) über die Grenzen von Nationalstaaten hinausgehen und wir alle Menschenleben als gleichwertig betrachten, handelt es sich hier um eine absolut inhumane Unverhältnismäßigkeit.

So geht es also auch der aktuellen »Kohlekommission« in Deutschland um »Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung«19 und nicht um »Gerechtigkeit« oder gar Gesundheit aller. Auch bei den G20 – dem nicht-demokratisch legitimierten Club der stärksten Wirtschaftsmächte – zeichnete sich 2017 mit dem Begriff der »global health security« eine klare Linie der Abschottung für die Sicherheit von – reichen – Nationalstaaten ab.20

In der westlichen (Gesundheits-)Politik scheint sich ein grundsätzlicher Denkfehler mit Fokus auf Symptombekämpfung und Anpassungsstrategien mit Perspektivlosigkeit auf Ebene der Ursachen zu zeigen. Gleichzeitig werden Unmengen an Ressourcen investiert, um sich Schutzsuchenden und ihren Herausforderungen, vor denen sie fliehen (wie Armut, Gewalt, Krankheit, aber auch Zerstörung von Lebenswelten durch den Klimawandel) mit einer »Festung Europa« gegenüber zu stellen und Klimaflüchtlinge nicht einmal theoretisch im deutschen Asylrecht anzuerkennen.21 Wo auf der einen Seite materieller Wohlstand entsteht und »geschützt« wird, werden auf der anderen Seite eine zunehmende Zerstörung von Lebensgrundlagen und sich verfestigende Abhängigkeitsverhältnisse in Kauf genommen, wenn nicht gar gewollt.22

Neoliberale Denkkonzepte mit dem Fokus auf Effizienzsteigerung, Wachstumslogik und Individual-Verantwortung bergen die Gefahr, uns die Möglichkeit zu nehmen, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken und einzugestehen, dass der Karren durch die Umsetzung dieser Politik ziemlich in den Dreck gefahren wurde. Wir müssen dringlichst abbremsen und einen grundlegend anderen Weg einschlagen.

Klimagerechtigkeit meint also keine Energiewende im Sinne eines »grünen Kapitalismus«, sondern im Sinne globaler Gerechtigkeit; es meint einen radikalen Systemwandel, dem ins Auge zu blicken aus privilegierter Perspektive durchaus ungewohnt und schmerzhaft sein kann.

Unsere Privilegien fordern Handlungen

Bei der Idee »nachhaltiger Entwicklung« ging es bisher zumindest noch um eine aktive Beteiligung privilegierter Staaten am politischen Weltgeschehen. Der neuerdings häufiger in diesem Kontext verwendete Begriff der »Resilienz« meint jedoch nur noch die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit derer, die auf die dafür notwendigen Ressourcen zugreifen können – also die Perfektionierung der sowieso schon existierenden Privilegien. Das Paradoxon dabei ist: Die Resilienz-Idee stabilisiert damit lediglich die Verhältnisse, welche in uns eigentlich Widerstände regen sollten.23 Anstelle also die Krise an den Wurzeln zu packen, werden uns von der herrschenden Politik Konzepte der »Selbstoptimierung und Selbstüberwachung« angeboten (und von vielen auch gerne angenommen), die die Möglichkeit, an den Ursachen etwas zu ändern, überhaupt erst gar nicht zulassen. Auf politischer Ebene Alternativen zu erkämpfen, wird damit nahezu perfekt umschifft.24

Es ist an der Zeit, unser Privileg, als Gesundheitsarbeiter*innen ein hohes gesellschaftliches Ansehen zu genießen25, zu nutzen und in ein kollektives und solidarisches Handeln zu kommen. Es gilt auch hier, sensibel mit der eigenen Rolle umzugehen und nicht gewohnte paternalistische »Top-Down«-Mechanismen zu reproduzieren. Vielmehr sollte ein Bewusstsein für die aktuelle Situation im Sinne eines emanzipatorischen »informed consent« multipliziert werden.

Neben der Verbesserung der Anpassungsfähigkeit (im Sinne der Resilienz) ist es notwendig, konsequent die Ursachen zu bekämpfen und radikal den CO2-Ausstoß zu minimieren. Des Weiteren muss der Umgang mit den Folgen geklärt werden: Klimakatastrophen müssen als Fluchtgrund anerkannt werden, Flucht überhaupt erst ermöglicht, Reparationszahlungen für verlorene Lebensgrundlagen ausgehandelt und medizinische Strategien zur Versorgung von Gesundheitsfolgen entwickelt werden.

All das zeigt, dass die Divestment-Bewegung26 (Ausstieg von Institutionen und ganzen Sektoren aus der Investition in »Fossile«) wie in Großbritannien, Kanada und Australien ein logischer und notwendiger Schluss ist. Gleichzeitig ist damit bei weitem nicht alles abgedeckt, was es braucht, um eine globale Gesundheitsgerechtigkeit zu erreichen.

Die Kommunikation lokaler Gesundheitsauswirkungen (durch z.B. Feinstaubbelastung) sollte auf unserem Weg als zugängliches Argument, »framing«, sowie positiver Nebeneffekt genutzt werden, jedoch niemals alleiniges Hauptanliegen sein.

Letztlich bedeutet das, einen grundlegenden und konsequenten Systemwandel hin zu einer »Postwachstumsgesellschaft« anzustreben, die mit ihrer nachhaltigen Wirtschaftsweise zumindest in den reichen Industrieländern Wachstum nicht mehr nur materiell definiert.27 Die globale Gesundheitsfrage sollte eine Frage nach »planetary health«28 sein, in welcher die Endlichkeit der Ressourcen dieses Planeten und all seiner Lebewesen Beachtung findet. Wir brauchen eine globale Perspektive, in der jedem einzelnen Menschenleben die gleiche Wertigkeit zugestanden wird.

Willy Mitkop ist Mitglied der AG Klimawandel und Gesundheit – Kritische Mediziner*innen Deutschland

Referenzen
  1. M. Richter / K. Hurrelmann: „Warum die gesellschaftlichen Verhältnisse krank machen“, APuZ 42/2007
  2. M. Marmot: „Social justice, epidemiology and health inequalities“, 2017
  3. dpgg-Fachkonferenz: Berlin, 15.5.2017 „Abwehr oder Vorsorge? – Die G 20 und die globale Gesundheit“; Einführungsvortrag „Interessen und Strategien globaler Gesundheitspolitik“, Thomas Gebauer, medico international
  4. Abschlussbericht der „WHO-Kommission über die sozialen Determinanten von Gesundheit“, 2008
  5. Thomas Gebauer, „Interessen und Strategien globaler Gesundheitspolitik“, a.a.O.
  6. „Increased ultrafine particles and carbon monoxide concentrations are associated with asthma exacerbation among urban children”, PubMed – NCBI, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24528997, zugegriffen: 23.03.2018]
  7. C. Stanke / V. Murray / R. Amlot / J. Nurse / R. Williams: „The Effects of Flooding on Mental Health: Outcomes and Recommendations from a Review of the Literature“, PLOS Curr. Disasters, Mai 2012
  8. Ulrich Brand: „Kritik im Handgemenge – Imperiale Lebensweise: Was ein neuer Internationalismus berücksichtigen muss“, Jubiläumsrundschreiben medico international 1/2018
  9. „Wurzeln im Treibsand“, Broschüre hg. von ausgeCO2hlt, S. 29
  10. Black Lives Matter UK: Artikel zur Aktion; https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/sep/06/climate-change-racist-crisis-london-city-airport-black-lives-matter
  11. Medico international: „An der Flutkante“, 2016; https://www.medico.de/an-der-flutkante-16501/
  12. Global climate and health alliance: “Climate change: health impacts and opportunities”
  13. Vgl. index.gain.org
  14. Vgl. hunger map; wfp.org
  15. „Deaths from climate change“; http://www.who.int/heli/risks/climate/climatechange/en/; zugegriffen: 14.08.2018
  16. Vgl. Darstellungen im Kohleatlas 2015
  17. Vgl. Carbon Tracker (2013), zitiert in: Deutsche Plattform Globale Gesundheit: „Klimawandel und Gesundheit. Ein Weck- und Aufruf für den Gesundheitssektor“; in: https://www.medico.de/fileadmin/user_upload/media/DPGG_Klimawandel_und_Gesundheit.pdf, zugegriffen: 14.08.2018]
  18. Vgl. Damian Carrington (2015), zitiert in: DPGG: „Klimawandel und Gesundheit“, a.a.O.
  19. https://www.bmu.de/meldung/kommission-wachstum-strukturwandel-und-beschaeftigung-nimmt-arbeit-auf/
  20. dpgg-Fachkonferenz: Berlin, 15.5.2017 „Abwehr oder Vorsorge? – Die G 20 und die globale Gesundheit“; Einführungsvortrag Interessen und Strategien globaler Gesundheitspolitik, Thomas Gebauer, medico international
  21. https://www.medico.de/umweltzerstoerung-und-klimawandel-16500/
  22. Ulrich Brand: „Kritik im Handgemenge – Imperiale Lebensweise: Was ein neuer Internationalismus berücksichtigen muss“, Jubiläumsrundschreiben medico international 1/2018
  23. https://www.medico.de/resilienz-statt-nachhaltiger-entwicklung-16433/
  24. https://www.medico.de/fit-fuer-die-katastrophe-15981/
  25. Vgl. WHO-Präsentation: „Climate change, health & health professionals“, https://slideplayer.com/slide/6405655/, zugegriffen: 14.08.2018]
  26. https://globaldivestmentmobilisation.org/
  27. DPGG: „Klimawandel und Gesundheit“, a.a.O.
  28. https://unfccc.int/climate-action/momentum-for-change/planetary-health

 (aus: Gesundheit braucht Politik. Zeitschrift für eine soziale Medizin, Schwerpunkt: Umwelt und Gesundheit, 3/2018)